Im Rahmen des Projektes MGPT sollen totgeborene Holstein- und Fleischrassekreuzungskälber in Deutschland erfasst werden. Dazu suchen wir Holstein Herdbuch- und MLP-Betriebe, welche totgeborene Kälber genotypisieren und phänotypisieren. Das Projekt läuft bis Ende 2027.

Projektziele:

  • Aufbau einer Datenerfassung von Totgeburten
  • Aufklärung und Untersuchung von Totgeburtenursachen
  • Identifikation von Defekt- oder Schadallelen in der Holstein-Population im Zusammenhang mit Totgeburten
  • Erkennen von Trends, bevor sie sich negativ auf die Population auswirken

Ablauf

Warum Teilnehmen?

  • Eine Totgeburt ist nicht nur eine Zahl
  • Finanzielle Entschädigung pro Totgeburt
  • Jährlicher Projektbericht mit Ergebnissen

Wer kann teilnehmen?

  • Betriebe aus ganz Deutschland, welche: 
    • Holstein Herdbuchbetriebe oder
    • Holstein MLP-Betriebe sind

Wie kann ich teilnehmen?

Zur Kontaktaufnahme eine Mail schreiben oder anrufen. Wir klären dann Details und Fragen nochmal persönlich, versenden alle Unterlagen und Genotypisierungsohrmarken für die Totgeburten, und kümmern uns um den Zugang für die App.

Kontakte 

Frequently Asked Questions (FAQ)

Wenn Sie sich entschieden haben am Projekt teilzunehmen, erstellen wir individualisierte Zugänge für Sie. RiMon ist eine sogenannte Progressive Web App (PWA), also eine Webanwendung, die Sie auch offline nutzen können. Sie können sich nach Freischaltung einfach über Ihren Browser in der WebApp (https://rimon.vit.de/) anmelden und die lokale Version von da aus herunterladen. Eine Installationsanleitung finden Sie hier.

Zu Beginn des Projektes fragen wir Sie in einem betriebsspezifischen Fragebogen nach ein paar Betriebseigenheiten in Bezug auf z.B. Management und Fütterung. Bei totgeborenen Kälbern stellen wir in der App Fragen zur Mutter, zum Todeszeitpunkt, zu Missbildungen, und zu Geburtshilfe. Außerdem können Gewicht, Brustumfang und Fotos bereitgestellt werden. Diese Daten helfen uns enorm weiter, wir sind uns aber bewusst, dass z.B. nicht jeder Betrieb ein totes Kalb wiegen kann. Daher sind diese Angaben freiwillig.

Die Erfassung soll bis zum Projektende (Ende 2027) laufen. Wir werden Ihnen jedoch aus abrechnungstechnischen Gründen im November jeden Jahres eine für Sie vorausgefüllte Blankorechnung mit den gemeldeten Kälbern schicken, die Sie dann bei uns zur Abrechnung einreichen können.

Sie bekommen pro gemeldeten totgeborenen Holstein Kalb 7€ und pro Beef-on-Dairy Kreuzung 12€. Die Genotypisierung der totgeborenen Kälber bezahlen wir direkt beim Labor.

Wir werden Ihnen aus förderrechtlichen Gründen jedes Jahr im Herbst eine vorausgefüllte Blankorechnung schicken, die Sie dann nur an uns zurückschicken müssen.

Für die Genotypisierung nutzen wir aus organisatorischen Gründen eine Sonderohrmarkenserie. Wenn Sie beim Projekt mitmachen schicken wir Ihnen entsprechend Ihrer Betriebsgröße Ohrmarken und vorfrankierte Versandtaschen, welche Sie zum Versenden der Ohrstanzen verwenden können. Herdentypisierungsbetriebe können diese ebenfalls mit ihren normalen Ohrstanzen zusammen versenden.

Für die MGPT-Ohrmarken wird eine Caisley-Zange benötigt. Wenn Ihr Betrieb in einem Bundesland liegt, in dem Caisley nicht der Hersteller der gewöhnlichen gelben Ohrmarken ist, erhalten Sie von uns eine entsprechende Zange.

Kontakt Phänotypisierung

Felix Fischer
Friedrich-Loeffler-Institut
Institut für Nutztiergenetik
Höltystraße 10
31535 Neustadt - Mariensee

+49 5034 871-5129
E-Mail

Luise Völker
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Tierzucht und Haustiergenetik
Hermann-Rodewald-Straße 6a
24118 Kiel

+49 431880-4535
E-Mail

Was ist das Projekt MGPT?

Das Projekt MGPT (Monitoring Genetischer und Phänotypischer Trends) ist ein vom BMLEH gefördertes Projekt zur Etablierung eines Monitoringsystems bei tierzüchterisch relevanten Merkmalen in der Deutschen Milchrinderzucht unter Koordination des vit (https://www.vit.de). Projektpartner sind neben dem vit das Institut für Tierzucht der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LFL), das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), das Institut für Tierzucht und Tierhaltung der Universität Kiel und das Fachgebiet für Tiergenetik und Züchtung der Universität Hohenheim.